In Situ Art Society e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 2014 in Bonn gegründet wurde und die aktuelle Kunst fördert. Zu den Schwerpunkten, Zielen und Hauptaktivitäten des Vereins gehören:
Mittwoch | 17. Juni 2026 | 20:00
In Situ Art Society presents The Dissonant Series 172
SUBSYSTEM & CASEY MOIR
Casey Moir (AU/SE) – Stimme
Almut Schlichting (DE) – Baritonsaxophon
Sven Hinse (DE) – Kontrabass
Dialograum Kreuzung an St. Helena
Bornheimer Straße 130, 53119 Bonn-Nordstadt
Eintritt: 15 € | 9 € ermäßigt
(für Mitglieder der In Situ Art Society: 10 € | 6 € ermäßigt)
Kartenreservierung: tickets@in-situ-art-society.de | Tel.: 0177 4046531
Baritonsaxophonistin Almut Schlichting und Kontrabassist Sven Hinse, beide aus Berlin, spielen seit über 20 Jahren zusammen, darunter viele Jahre als Tiefton-Duo Subsystem. Nun laden sie die australische, in Stockholm wohnende Sängerin und Improvisatorin Casey Moir ein, um in einer neuen Trio-Besetzung zusammen zu arbeiten und zu spielen.
Für dieses Projekt komponieren alle drei Musiker:innen Stücke und entwerfen Improvisationskonzepte. Dabei nutzen sie vielfältige Einflüsse wie melodischen Kontrapunkt, dreistimmigen Satz, rhythmisches Material aus Lateinamerika und Westafrika, funkige Basslinien, Vogelstimmen, Geräusche, Textdekonstruktion, extended techniques und mehr, lassen aber dennoch viel Raum für freie und spontane musikalische Aktionen. Gemeinsam schaffen sie ein neues kollektives Repertoire, das zwischen Komposition und Improvisation oszilliert und diese miteinander verwebt.
Für ihre Kompositionsvorhaben, ihre Bandarbeit und ihre Audioproduktionen wurde Almut Schlichting in den letzten Jahren mehrmals durch Stipendien des Berliner Senats und des Musikfonds gefördert. Die Insomnia Brass Band wurde im April 2023 mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet.
Gefördert durch die Initiative Musik gGmbH mit Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Mit freundlicher Unterstützung von:
Samstag | 27. Juni 2026 | 20:00
In Situ Art Society präsentiert Aufbruch ins Unerhörte—Centennial Series 2
100 Jahre GYÖRGY KURTÁG
KAFKA-FRAGMENTE, Op. 24 (1986)
Texte von Franz Kafka
Viktoriia Vitrenko (UA/DE) – Sopran
Nurit Stark (IL/DE) – Violine
Dialograum Kreuzung an St. Helena
Bornheimer Straße 130, 53119 Bonn-Nordstadt
Eintritt: 21 € | 15 € ermäßigt
(für Mitglieder der In Situ Art Society: 14 € | 10 € ermäßigt)
Kartenreservierung: tickets@in-situ-art-society.de | Tel.: 0177 4046531
György Kurtágs Kafka-Fragmente, Op. 24 (1986) repräsentiert einen der bedeutendsten Zyklen der zeitgenössischen Kammermusik: 40 hochkonzentrierte Miniaturen für Sopran und Violine, die zusammen ein einstündiges Werk von außergewöhnlicher Dichte bilden. Der Text entsteht als vielschichtiges Mosaik aus Zitaten von Franz Kafkas intimsten Schriften – seinen Tagebüchern, persönlichen Briefen und den Blauen Oktavheften. Thematisch kreist das Werk um das Motiv des Wanderns und die existenzielle Suche nach einem Weg, der sich als zutiefst ungreifbar erweist. Kurtágs kompositorische Meisterschaft zeigt sich in der radikalen Verdichtung: Aus minimalen musikalischen Gesten entwickelt er eine Ausdruckskraft, die Kafkas literarische Fragmente in ihrer ganzen philosophischen Tiefe zum Klingen bringt.
Viktoriia Vitrenko Viktoriia Vitrenko ist eine vielseitige ukrainische Sopranistin, Dirigentin und künstlerische Leiterin. Ihre musikalische Präzision und ausdrucksstarke Persönlichkeit befähigen sie besonders zur Interpretation von Werken der zeitgenössischen Musik. Sie bringt umfassende Erfahrung mit Kurtágs OEuvre mit, nachdem sie bereits mehrere seiner Werke interpretiert hat, darunter auch die Kafka-Fragmente in der Zusammenarbeit mit Nurit Stark.
Die israelische Violinistin Nurit Stark ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe: George Enescu, Leopold Mozart, Ibolyka Gyarfas und Trio di Trieste. Ihre Liebe zur zeitgenössischen Musik führte zu Uraufführungen und zur Zusammenarbeit mit Komponisten wie Sofia Gubaidulina, Viktor Suslin und Georg Nussbaumer. Sie wurde 2015 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik für ihre Einspielung der Kafka-Fragmente ausgezeichnet.
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St.-Nr.: 205/5765/1712